Rheingau-Taunus-Bedarfsverkehrs GmbH (RTB)
Wirtschaftlicher fahren – bei vollem ÖPNV-Komfort
Bedarfsverkehr und Schülerbeförderung flexibel verbinden? Die RTB setzt auf zwölf rollstuhlgerechte Niederflur-Kleinbusse von Tribus Deutschland – vielseitig einsetzbar, mit echtem ÖPNV-Komfort und fahrbar mit Pkw-Führerschein.
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Rheingau-Taunus-Bedarfsverkehrs GmbH (RTB)
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Profil
TEAMGRÖẞE
20 Fahrer*innen in Voll- und TeilzeitFUHRPARK
12 rollstuhltaugliche, M1-zugelassene FahrzeugeFAHRGASTPOTENZIAL
ca. 200.000 Menschen/Jahr -
Größte Herausforderung
Den Bedarfsverkehr im ländlichen Raum mit einer flexibel einsetzbaren Flotte abdecken – barrierefrei und wirtschaftlich.
Auch im Kleinbus wollen wir Fahrgästen den Komfort bieten, den sie aus dem normalen ÖPNV kennen – mit Stehhöhe, Einzelsitzen und einem bequemen Ein- und Ausstieg.
Das Ziel
Die RTB ist das kommunale Busunternehmen des Rheingau-Taunus-Kreises in Hessen. Sie fährt Rufbusse, On-Demand-Verkehre und den freigestellten Schülerverkehr für Kinder mit Behinderung. Bisher liefen diese Verkehre getrennt. Jetzt soll eine neue flexible Kleinbusflotte alle Aufgaben abdecken und die Fahrzeuge so über den Tag besser auslasten.
„Früher haben wir gerade im Schülerverkehr spezielle Fahrzeuge und Dienstleister eingesetzt und damit im Grunde zwei Systeme bezahlt. Jetzt verbinden wir alle Verkehre, lasten die Fahrzeuge besser aus und sparen Kosten.“
Arno Brandscheid
Vorsitzender der Geschäftsführung
Rheingau-Taunus-Bedarfsverkehrs GmbH
Die Lösung
Die Wahl der RTB fiel auf den Civitas Economy von Tribus Deutschland. Zwölf rollstuhltaugliche Niederflur-Kleinbusse in der extralangen Ausführung L4H3 sind nun für das Unternehmen unterwegs, zehn auf Basis des MAN TGE, zwei auf Basis des Mercedes-Benz Sprinter. Die zwei Mercedes-Modelle sind mit einer Hebebühne ausgestattet, sodass der Rollstuhl hinten in das Fahrzeug hineingeschoben werden kann. Alle Fahrzeuge sind M1-zugelassen und mit Pkw-Führerschein fahrbar.
Die neuen barrierefreien Kleinbusse bieten den Komfort eines Linienbusses, mit Stehhöhe, Einzelsitzen und einem niedrigen Einstieg. Der entscheidende Vorteil: Die M1-Sitze lassen sich mit wenigen Handgriffen hochklappen. So bringt derselbe Bus morgens mehrere Kinder im Rollstuhl zur Förderschule und nimmt auf der nächsten Tour wieder sitzende Fahrgäste mit – ohne komplizierten Umbau.
- 10 × TRIBUS Civitas Economy auf MAN TGE (L4H3),
- 2 × Mercedes-Benz Sprinter mit Voreinstieg für mehr Platz im Fahrgastraum
- Niederflurbusse mit Rampe; 2 Fahrzeuge sind zusätzlich mit Hebebühne ausgestattet
- TriflexAIR-Bodensystem mit klappbaren Einzelsitzen und sicherer Rollstuhlverankerung. Zertifiziert nach ISO 10542-1, UN R14, R16, R17, R80 und DIN 75078-2.
- Je nach Radstand Platz für bis zu vier oder fünf Rollstühle gleichzeitig
- M1-Zulassung: fahrbar mit Pkw-Führerschein und Fahrerlaubnis zur Fahrgastbeförderung
- Fahrzielanzeige, Innenraumüberwachung und komfortabler Fahrersitzplatz wie im Linienbus
Warum diese Lösung?
Einschätzung unserer Experten
„Der Civitas Economy schließt die Lücke zwischen klassischem Kleinbus und großem Linienbus. Er bietet Niederflureinstieg, Stehhöhe und den Komfort eines ÖPNV-Busses, bleibt aber kompakt und kann mit Pkw-Führerschein gefahren werden. Unser TriflexAIR-System mit ultraleichtem, schienenfreiem Boden und klappbaren M1-Sitzen macht den Innenraum zusätzlich flexibel: Sitz- und Rollstuhlplätze lassen sich je nach Einsatz schnell anpassen. So kann die RTB unterschiedliche Verkehre mit derselben Flotte abdecken – barrierefrei und ohne Abstriche beim Fahrgastkomfort.“
Norbert Storm
ÖPNV-Experte bei Tribus Deutschland
Das Ergebnis
Mit den neuen Niederflur-Kleinbussen kann die RTB Bedarfs- und Spezialverkehre erstmals mit einer Flotte abdecken. Das verbessert die Auslastung, senkt die Kosten und ermöglicht ein bedarfsgerechtes Mobilitätsangebot im ländlichen Raum. Auch angesichts des zunehmenden Fachkräftemangels verschafft das Konzept der RTB mehr Spielraum: Dank M1-Zulassung können neben Vollzeitkräften auch Rentner und nebenberufliche Fahrer eingesetzt werden.
- Wirtschaftlicher: eine Flotte für mehrere Verkehre statt getrennt vorgehaltener Fahrzeuge
- Bedarfsgerechter: Fahrzeuge einsetzen, wo und wann sie gebraucht werden
- Personell flexibler: größerer potenzieller Fahrerpool durch M1-Zulassung
- Besser zugänglich: barrierefreie Mobilität auch in ländlichen und dünn besiedelten Gebieten
Die Ganze Geschichte
„Früher fuhr hier in kleinen Orten vielleicht drei- oder viermal am Tag ein Bus“, erinnert sich RTB-Geschäftsführer Arno Brandscheid. „Jetzt kannst du fahren, wann du es brauchst – zum Arzt, zum Einkaufen oder ins Nachbardorf zur Schwiegermutter.“ Solche flexiblen Mobilitätsangebote auf dem Land zu organisieren, ist die Aufgabe der RTB. Dafür braucht sie Fahrzeuge, die mehr können als ein gewöhnlicher Kleinbus.
Zwei Märkte, doppelte Kosten
Die RTB wurde im Sommer 2025 gegründet und gehört dem Rheingau-Taunus-Kreis. Schritt für Schritt übernimmt sie die Rolle der Generalauftragnehmerin für Bedarfsverkehre im öffentlichen Nahverkehr sowie für den freigestellten Schülerverkehr im Rheingau-Taunus-Kreis. Bislang liefen diese Verkehre getrennt. „Ein Kleinbusunternehmer brachte die Kinder morgens zur Schule und holte sie mittags wieder ab. Den Rest des Tages stand sein Fahrzeug still, vorhalten mussten wir es trotzdem“, sagt Brandscheid. Abends fuhr ein anderer Anbieter mit einem ähnlichen Bus den ÖPNV. „Im Grunde haben wir zwei Systeme finanziert. Jetzt bringen wir sie zusammen.“
Eine Flotte für alle Aufgaben
Für dieses neue Konzept suchte die RTB kompakte Fahrzeuge ohne Abstriche beim Komfort. Herkömmliche Kleinbusse überzeugten Brandscheid nicht: Fahrgäste steigen gebückt ein und sitzen unbequem auf Sitzbänken – gerade für Ältere keine gute Lösung. Die neuen Fahrzeuge sollten deshalb genauso komfortabel wie große Busse sein: mit Stehhöhe, bequemen Einzelsitzen und Niederflureinstieg, aber auch mit Fahrzielanzeige, Innenraumüberwachung und einem ergonomischen Fahrerplatz. „Im Linienbus ist das alles Standard“, sagt Brandscheid. „Warum sollten wir im Kleinbus darauf verzichten?“
Warum die Wahl auf Tribus fiel
Auf der Suche nach einem passenden Fahrzeug sah sich die RTB verschiedene Modelle direkt vor Ort an – darunter auch günstigere Alternativen. Für Brandscheid war der Anschaffungspreis jedoch nur ein Kriterium. Ebenso wichtig waren Qualität, Komfort und eine unkomplizierte Handhabung im täglichen Betrieb.
Beim Civitas Economy von Tribus passte alles zusammen. Vor allem der flexible Innenraum überzeugte: Die Einzelsitze lassen sich wegklappen, sobald Rollstuhlplätze gebraucht werden, und stehen auf der nächsten Fahrt im Handumdrehen wieder bereit. „Da merkt man, dass sich die Konstrukteure Gedanken gemacht haben“, sagt Brandscheid.
Unterwegs in engen Ortskernen
Was die kompakten Busse im ländlichen Raum leisten können, zeigt sich vor allem im täglichen Einsatz. Einige Fahrzeuge stehen direkt bei den Fahrerinnen und Fahrern und starten von dort auf ihre Touren. Dank ihrer kompakten Abmessungen kommen sie auch durch enge Ortskerne und Straßen, die für einen großen Bus kaum geeignet sind.
Gerade bei der Beförderung von Menschen mit eingeschränkter Mobilität ist das ein Vorteil. „Wer einen Menschen mit Behinderung vor seiner Haustür abholen will, braucht ein kleines, wendiges Fahrzeug“, sagt Brandscheid.
Trotz ihrer Größe sind die Fahrzeuge klar als ÖPNV-Busse erkennbar. Auf der Fahrzielanzeige steht je nach Einsatz „Schülerbeförderung“, „Rufbus“ oder „TaunusFLEX“. Fahrgäste sehen damit sofort, welches Angebot gerade unterwegs ist.
Einfacher für das Fahrpersonal
Auch beim täglichen Handling zahlt sich die Ausstattung aus. Besonders das TriflexAIR-System erleichtert dem Fahrpersonal die Arbeit: Rollstuhlplätze lassen sich flexibel einrichten, die Verankerungen sind einfach zu handhaben und im Fahrzeugboden integriert. „Das ist wirklich durchdacht und eine echte Hilfe für das Personal“, sagt RTB-Geschäftsführer Brandscheid. Sein positives Fazit zu den Niederflur-Kleinbussen von Tribus? Fünf von fünf Punkten.
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